In trockenen Tüchern
Sie waren hart, sie waren lang, sie waren anstrengend. Über drei Runden gingen die Verhandlungen mit unserem neuen Coach. Doch jetzt gab Peter Rausch endlich grünes Licht: „Es ist alles in trockenen Tüchern. Nach den Sommerferien wird unser neuer Trainer seine Arbeit aufnehmen.“ Auslöser für Peters Suche waren die schon etwas alarmierenden Berichte der Mannschaftsführer. Gerade in der so wichtigen vierten Stunde kippten viele Partien, was typische Anzeichen für Konditions- und Konzentrationsschwäche sind.
Und so wird nach den Sommerferien jeden Freitag vor dem Schachabend ein halbstündiges Aufwärmtraining stattfinden. Dabei geht es nicht um „Bauch-Bein-Po“, sondern um die Problemzone Denkzentrum. Mit gezielten Übungen will der gebuchte Fitness-Coach speziell die scheinbar verstaubten Synapsen wieder auf Vordermann bringen. Geplant ist erst einmal ein Schnupperkurs bis Weihnachten. Sollte sich dadurch der Zustand der grauen Zellen in der ominösen vierten Stunde verbessern, wird es auch in 2017 weiterhin „Warm-Up“ heissen.


Und ab ging die wilde Fahrt nach Datteln. Wer noch nicht im neuen Dattelner Spiellokal war, wunderte sich nicht schlecht. Fast 20 Kilometer für eine Wegstrecke ist schon ein Hieb. Aber sollte die Gerüchteküche recht behalten, könnte man die Fahrt nach Datteln demnächst als „Spritztour“ bezeichnen. Trotzdem lohnte sich die Reise, denn es war der erste Mannschaftskampf in dieser Saison, der den Namen auch verdiente. Unser Nachwuchs machte grosse Augen, war hellauf begeistert und ab gings zur wilden Fahrt auf den Brettern.

