Licht und Schatten bei der BEM

Rein statistisch gesehen war die 4.Runde der Bezirkseinzelmeisterschaft für unsere Jungs ein Erfolg. Lassen wir das vereinsinterne Duell zwischen Paul und Charles außen vor, waren Hardy, Andreas und Peter Außenseiter, Thomas leichter Favorit und Werners Partie völlig offen.  2.5/5 erzielte Punkte lesen sich da recht positiv. Schaut man sich jedoch die Partiern an…..da wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Hier erst einmal die Einzelergebnisse:
[table “11” not found /]

Was gibt es zu den Partien zu sagen? Paul hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Er kam mit Charles Spiel überhaupt nicht klar und musste nach dem Verlust der Dame frühzeitig aufgeben. Auch Peter musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Natürlich sind 500 DWZ-Punkte Unterschied ein schier unüberwindbares Hindernis. Man sollte aber nicht nur auf Tausch spielen, denn gerade im Endspiel macht sich der Spielstärkeunterschied deutlich bemerkbar. Trotzdem eine gute Partie von Peter. Und wer weiß, hätte er etwas aktiver gespielt…..ein anderes Ergebnis wäre nicht undenkbar gewesen. Die dritte Verlustpartie spiegelt die Höhen und Tiefen einer Schachpartie wieder. Nachdem Hardys Gegner den Gewinn verpasste, konnte er das Spiel durch eine taktischen Schlag völlig drehen…..und rennt dann wie hypnotisiert ins Selbstmatt.
Andreas erreichte, nachdem er alle gegnerischen Angriffsversuche abgewehrt hatte, ein sehr angenehmes Endspiel. Sein Springer war dem Läufer klar überlegen. Leider unternahm er keine sicherlich realistischen Gewinnversuche, sondern hielt seinen König zurück, was dann natürlich unweigerlich in einem Remis endete.
Besser machten es Werner und Thomas. Gewohnt sicher spulte Werner seine Partie runter, nachdem er seinem Gegner die Qualle abgeknöpft hatte. Ein ganz souveräner Sieg ohne viel Schnickschnack. Thomas zog wieder mal alle Register. Er wehrte den überstürzten Angriff seines Gegners ab, was ihm eine Mehrfigur und den Sieg brachte.

weiterlesen

Der erwartet schwere Gegner

Selbst nach über zwei Monaten Pause war die unglückliche und völlig überflüssige Niederlage in Ickern noch immer nicht aus den Köpfen der Spieler unserer 1.Mannschaft. Wollten wir weiterhin um den Aufstieg in die Verbandsklasse ein Wörtchen mitreden, musste unbedingt ein Sieg gegen die Zweitvertretung von Unser Fritz her. Während wir zum ersten Mal in dieser Saison komplett antreten konnten, musste unser Gegner zwei Stammspieler ersetzen. Trotzdem entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf.

 

P1290399-2 (2)

 

Zu Beginn schien alles nach Plan zu verlaufen. Torsten und Roland brachten uns mit ihren Kurzpartien schnell 2:0 in Führung. Doch durch die Niederlage von Christian wurde es wieder spannend. Schaute man auf die restlichen Bretter war noch alles möglich. Dominador und Klaus hatten leicht Initiative, während Ralf, Hardy und Thomas, jeweils mit den schwarzen Steinen, noch hart um den Ausgleich kämpfen mussten. Klaus sah kein Weiterkommen, bot Remis an, was sein Gegner dankend annahm:  2.5 : 1:5

Dann kam die grosse Stunde von Dominador, der mit seinen Türmen in die gegnerische Stellung eindrang  und durch einen unwiderstehlichen Angriff Material und so die Partie gewann, was zudem das wichtige 3.5 : 1.5  bedeutete. Ein Blick auf die noch laufenden Partien machten Hoffnung. Zwar war Hardys Stellung nicht mehr den berühmten “‘Pfifferling” wert, dafür hatte Thomas sich befreit, zwei Bauern gewonnen und war klar auf der Siegerstrasse. Auch bei Ralf sah es vielversprechend aus. Und so kam es wie es kommen musste – na zumindest fast. Hardy verlor, Thomas gewann – nur Ralf konnte in Zeitnot nicht die gewinnbringende Abwicklung finden und einigte sich mit seinem Gegner kurz danach auf Remis.

Br.RNr.SV Recklinghausen Süd-RNr.SV Unser Fritz 25 : 3
11Callenberg, Ralf-10Nowicki, Heiko½ : ½
22Mecklenburg, Roland-11Dlouhy, Peter1 : 0
33Wimber, Hartmut-12Elsner, Mario0 : 1
44Parado, Dominador-13Gössling, Jürgen1 : 0
55Becker, Christian-14Koch, Till0 : 1
66Scheyka, Torsten-16Gudaci, Agim1 : 0
77Stahlhofen, Thomas-2001Pohl, Martin1 : 0
88Diebig, Klaus-19Deflieze, Ulrich½ : ½

Damit war der Mannschaftskampf 5:3 gewonnen. Ein hartes Stück Arbeit, alle Chancen offen gehalten – und das abschliessende Bier schmeckte einfach nur köstlich.

Fotos       Partien stehen jetzt Online

 

 

Auch Senioren können irren

In der 9.Runde der Seniorenmeisterschaft kam es zu zwei folgeschweren Aussetzern. Ausgerechnet unser Werner war eines dieser “Opfer”. In seiner Partie gegen Heinz Langenfeld konnte er sich nach 19 Zügen eine angenehme Stellung, mit leichtem Druck am Königsflügel, aufbauen.

Hier wäre 20.hxg5 der einzig logische und auch wohl richtige Zug gewesen. Weiss behält seine Initiative und kann in aller Ruhe seine Stellung verbessern. Stattdessen griff Werner zur Brechstange und schlug mit dem Läufer auf g5, weil er sich nach 20….f6 mit 21.Sg6 in Vorteil sah. Nach 21….hxg5 22.Sxf8 Dxf8 23.Sxg5 Sxg5 24.hxg5 Df3…

…musste er aber einsehen, dass seine Stellung eher einer Ruine glich. Werner kämpfte noch wie ein Löwe, musste Heinz Langenfeld aber nach 54 Zügen gratulieren.

Richtig schlimm erwischte es Jürgen Delling von der RSG. Nachdem er seinen Gegner Heinz Kwiatkowski vom Altstädter Schachclub völlig überspielt hatte, machte Jürgen es sich zu einfach.

Heinz Kwiatkowski zog in dieser Stellung schlitzohrig seinen König nach e7. Und prompt fiel Jürgen Delling auf die letzte Patrone von Weiss herein. Anstatt mit dem Turm auf c6 zu schlagen, was jede Gegenwehr sofort beenden würde, holte er sich auf d1 eine neue Dame. Sicherlich im Glauben, dass Weiss jetzt auch aufgeben wird. Leider hatte Jürgen vollkommen übersehen, dass der weisse Turm nun auf den Feldern a7,b7 und c7 Dauerschach geben kann. Ob Weiss jetzt ein Lächeln auf den Lippen hatte oder Schwarz einen roten Kopf bekam ist nicht überliefert worden. Wer sich jedoch geärgert und wer sich gefreut hat, sollte jedem klar sein.

Schwarz und Weiss

Die Seniorenmeisterschaft wird von einem tragischen Todesfall überschattet.

kreuz

Siegmund Kowolik ist, wie jetzt bekannt wurde, schon im Dezember gestorben. Ich war mehrere Jahre mit Sigmund zusammen in einem Verein. Er war ein ruhiger und introvertierter Mensch, der lieber am Schachbrett als am Stammtisch sass. Sigmund war immer ein Verfechter des lebhaften Schachs, seine Mimik und Gestik waren ein Spiegel seiner Seele. Er lebte Schach. Auch wenn er manchmal etwas brummbärig war, am Brett liess er nicht nur die Figuren, sondern auch die Puppen tanzen. Und nun ist er gegangen, wie er einst im Verein erschienen ist: plötzlich und unerwartet. Ich wünsche ihm auf seiner weiteren Reise noch viele Erfolge in Schwarz und Weiss.

Es wurden am Montag 6 Partien gespielt. Die Ergebnisse sind hier einzusehen.

Der Countdown läuft

Es ist wie es ist, und es bleibt wohl wie es immer war. Obwohl Freitag die 4.Runde der Bezirksmeisterschaft auf dem Programm steht, müssen nicht nur unsere 7 Teilnehmer weiterhin auf die Auslosung warten. Ein Grund dafür kann eigentlich nur die noch nicht beendeten Partien der 3.Runde sein. Nach über vier Wochen muss es schon gravierende Gründe geben, warum nicht gespielt wurde. Wobei es sich bei Gasper – Czarnik nach Informationen auf der Homepage des Schachbezirks Herne-Vest um eine Hängepartie handeln soll. Eine Hängepartie…das ist schon echt kurios. Zum einen passt das nicht zum Turniermodus, und Hängepartien gibt es offiziell schon seit ca. 1990 nicht mehr. Lassen wir uns halt überraschen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball. Schade ist natürlich , dass sich die Spieler so nicht vorbereiten können und nicht einmal wissen, ob der Gegner Freitag überhaupt anwesend ist…..

 

   Hi Südipus, ist die 4.Runde schon ausgelost?

Sorry, aber ich kann nicht mehr anders

 

Seniorenmeisterschaft Part Two

Erkenschwick is calling, oder anders ausgedrückt; nach einer kurzen Winterpause beginnt die zweite Hälfte der Seniorenmesterschaft. Die 9.Runde steht auf dem Programm, die dann auch das Bergfest einläutet. Unglaubliche 17 Runden werden in diesem Turnier gespielt, bis sich einer der Akteure Seniorenmeister nennen darf. Man kann es nicht oft genug betonen; allen Teilnehmern gilt bei dem engen Zeitrahmen höchste Anerkennung. Aber auch den Organisatoren Walter Breuckmann und Jürgen Delling muss man für ihre logistische Arbeit Respekt zollen.

Unsere beiden 17.Runden-Helden Karl-Heinz Bleich und Werner Lange spielen bisher ein sehr beachtliches Turnier. Mit 5 bzw. 4.5 Punkten liegen sie weit über Soll, wobei es Werner sogar gelungen ist, den haushohen Favoriten Alfred Kotlar zu besiegen, weil der ein ausgeglichenes Endspiel noch unbedingt gewinnen wollte. In der 9.Runde bekommen unsere Mitstreiter es knüppeldick serviert. Werner muss mit dem immer auf den König spähenden Heinz Langenfeld die Klingen kreuzen, während Charles es mit dem auf den kleinsten Fehler wartenden Walter Breuckmann zu tun bekommt. Wenn man bedenkt, dass unsere “Aussenseiter” gerade gegen stärkere Gegner einen guten Eindruck hinterliessen, ist vielleicht eine Überraschung drin – wir drücken auf jeden Fall die Daumen.

Tabelle und Paarungen der 9.Runde

Wer will, der kann

Am Freitag ist das Bürgerhaus wieder geöffnet. Wie man hört, sollen die Figuren sorgfältig poliert und die Bretter frisch geölt worden sein. Es spricht also nichts gegen eine gepflegte Schnellpartie, eine intensive Trainingspartie als Vorbereitung für unsere vielen Teilnehmer an der Bezirks- und Seniorenmeisterschaft oder eine spannende Nachholpartie der Vereinsmeisterschaft. Vorher findet natürlich, wie gewohnt ab 17 Uhr, das Jugendtraining statt.

Werner schafft beim “Nachsitzen” eine glatte “1”

Nachdem schon unser Recke “Charles” Bleich gegen Günter Strozewski in der 8.Runde gewinnen konnte, schlug nun die Stunde von Werner Lange. Völlig überraschend spielte er in seiner Nachholpartie  mit den schwarzen Steinen die sizilianische Verteidigung, erreichte schnell Ausgleich, und konnte durch geschicktes Lavieren zwei Bauern gewinnen. Nach einer nicht ganz gelungenen Abwicklung, kam es nach dem 36.Zug von Schwarz zu folgender Stellung:

Hier hätte Günter Strozewski mit 37.Tb3 die Drohung Txh3 abwehren können, und es wäre für Werner noch ein hartes Stück Arbeit gewesen, den Mehrbauern zu verwerten. Stattdessen  spielte Weiss 37.Kh2(?) , und gab nach  37…DxTb1 kurz danach auf.
Mit diesem Sieg konnte Werner seine Ausbeute auf 4.5 Punkte erhöhen und liegt nach 8 Runden nur knapp hinter Charles, der es bisher auf 5 Punkte gebracht hat. Beide Haudegen unseres Vereins spielen eine sehr erfolgreiche Seniorenmeisterschaft. Warten wir ab, was die nächsten schweren Runden bringen.

Mehr Konzentration geht nicht

Mehr Konzentration geht nicht

Franz Schulze Bisping zieht weiter einsam seine Kreise. Auch Jürgen Delling konnte den Siegeszug des Neueinsteigers im Seniorenturnier nicht stoppen. Mit nunmehr 7.5/8 ist er ein mehr als ernstzunehmender Titelaspirant.

Kennen sie die Athener Variante?

Bald ist es wieder soweit. “Dinner for one” wird in vielen Kanälen über den Bildschirm gejagd. Dabei besitzen wir Schachspieler doch auch eine Fernsehproduktion mit Kultstatus. Der folgende “Auftritt” von Hape Kerkeling, übrigens ein echter “Recklinghäuser Jung”, stammt aus der Sendung “Darüber lacht die Welt”.  Für die Schacherstligisten des FC Bayern München schlüpfte er in die Rolle eines iranischen Großmeisters und spielte Simultanschach. Aber erst mit seinem Knopf im Ohr, den die deutsche Meisterin Elisabeth Pähtz als Übertragungsmedium nutzte, spielte Hape Kerkeling wirklich grossmeisterlich.
Legendär auch seine Sprüche während der Vorstellung:
“Sehen sie, der Herr da vorn spielt Caféschach, sie aber bitte nicht!”
“Die Dame hat eine halbspanische Deckung.”
“Kennen sie die Athener Variante? – Sollten sie spielen.”
“Dafür, dass ich nie Schach spiele, spiele ich gut Schach.”

 

Auch wenn Hape Kerkeling wieder einmal eindrucksvoll beweist, dass er in jede Rolle schlüpfen kann, verdienen seine Gegner den grössten Respekt. Dieser knapp 10-minütige Zusammenfassung ist sicherlich nur ein kleiner Ausschnitt einer langen Veranstaltung. Man kann sich vorstellen, wie ausdauernd Hape Kerkeling auf seine Gegner eingeredet haben wird, damit er genug Material zusammen bekommt. Und wenn man erst mal am Brett sitzt…..