Erste gewinnt in Bochum

Mit dem dritten Auswärtssieg in Folge konnte unsere Erste zwei wichtige Punkte aus Bochum entführen. Damit ist der ach soo schmale Spalt zur Verbandsliga wieder etwas grösser geworden.
Die Verbandsklasse 2

Wie schmal der Spalt selbst nach der 7.Runde tatsächlich ist, zeigt schon ein kurzer Blick auf die Tabelle. Von den beiden Aufstiegsplätzen bis hin zum Abstiegsplatz sind es gerade einmal drei mickrige Punkte. Ganz schlaue Zungen behaupten sogar, dass noch acht Mannschaften sowohl auf- als auch absteigen können, was bei geschulten Theoretikern sicherlich zu Falten auf der Stirn führen wird.
 

Die Einzelergebnisse
Br.Bochumer SV 2DWZ-Springer Süd 1DWZ3,5:4,5
1Krämer, Matthias2192-Beckmann, Klaus21671 : 0
2Spiess, Timo-Christian2077-Herud, Martin2032½ : ½
3Hinkmann, Jens2002-Callenberg, Ralf20080 : 1
4Goralski, Christian1990-Mecklenburg, Roland1997½ : ½
5Fl?ren, Philipp1876-Höfker, Mathias2050½ : ½
6Peters, Olaf1897-Parado, Dominador19091 : 0
7Klempt, Günter1846-Kleiner, Tom18420 : 1
8Fränkel, Karlheinz1792-Becker, Christian18020 : 1

Schon vor dem ersten Zug war eines klar: bei den heimstarken Bochumern sind die Slalomstangen sehr eng gesteckt. Dazu noch das Trauma “Buer” – nicht gerade optimale Voraussetzungen für einen Angriff auf die Tabellenspitze. Doch unsere Mannen standen diesmal voll im Saft und lieferten sich mit dem SV Bochum ein spannendes Duell.

Der Reihe nach

Den Reigen eröffnete diesmal Mathias Höfker. Scheinbar gab es auf dem Brett nur den Bauern auf e5, den Mathias hartnäckig verteidigte und sein Gegner hartnäckig angriff. Von so viel beidseitiger Hartnäckigkeit überrascht, einigte man sich lieber schnell auf ein Remis.
Neuer Spielstand 0.5 : 0.5
Unser Joker sticht einfach. Mit viel Selbstvertrauen bepackt, bearbeitete Christian Becker seinen Gegner, bis der den entscheidenden Fehler aufs Brett setzte. Zwei Züge später war das Ding durch.
Neuer Spielstand 1.5 : 0.5
Wer – wenn nicht unser Dominador Parado – kann es sich leisten, einen gegnerischen Bauernkeil bis nach e6 vordringen zu lassen. Stand doch seine Kavallerie unterstützt von Turm und Läufer vor dem gegnerischen König. Pustekuchen – Angriff abgewehrt, Kavallerie lahmgelegt, es blieb nur das Schweigen des Springers.
Neuer Spielstand 1.5 : 1.5
Was passiert eigentlich, wenn Läufer auf die Grösse von Bauern schrumpfen? Die richtige Antwort gab Tom Kleiner direkt am Brett. Er bestrafte einfach deren Unbeweglichkeit, gewann regelmässig hier etwas Material und dann da etwas Material, bis sein Gegner die völlige Hilflosigkeit seiner Stellung zur Aufgabe nutzte.
Neuer Spielstand 2.5 : 1.5
Zwischenzeitlich konnte man bei Martin Herud ein erleichtertes Lächeln entdecken, nachdem er mit der Eröffnungsphase nicht so ganz zufrieden war. Doch sein Gegner drehte immer mehr auf, Martin geriet gehörig unter Druck, fand dann aber den Notausgang Dauerschach.
Neuer Spielstand 3.0 : 2.0
Das Schicksal von Klaus Beckmann war eng mit seinem schwarzfeldrigen Läufer verknüpft. Gefühlte 100 Züge stand der Recke auf seinem Ursprungsfeld, schaffte es noch mühsam bis nach e1, um dann qualvoll mitansehen zu müssen, wie die gegnerische Springerschaft in die Stellung eindrang.
Neuer Spielstand 3.0 : 3.0
Ein Bauernraub fernab der Action ist ein zweischneidiges Schwert. Die daraus resultierende Abwehrschlacht konnte Roland Mecklenburg zwar überstehen, befand sich aber in so horrender Zeitnot, dass er zwei erfolgversprechende Fortsetzungen ausliess. So endete die Partie durch eine dreimalige Zugwiederholung.
Neuer Spielstand 3.5 : 3.5
In der Partie von Ralf Callenberg war lange Zeit positionelles Belauern Trumpf. Das änderte sich jedoch schlagartig, als Ralf mit seiner Bauernphalanx im Zentrum vorrückte. Hochtaktisch mit der Lizenz zu Fehltritten, war nun das blanke Rechnen Trumpf. Und da behielt Ralf – wenn auch glücklich – die Oberhand, indem er ein Mattnetz strickte.
Neuer Spielstand 4.5 : 3.5

Damit war die schwere Hürde Bochum gemeistert. Der Sieg katapultierte das Team wieder in den grünen Bereich der Tabelle, den alle nun auch hartnäckig verteidigen wollen. Das restliche Programm gegen die abgeschlagenen Schlusslichter der Liga sind vom Papier her sicherlich machbar, man sollte vor allen Dingen Osterfeld im nächsten Match nicht unterschätzen, da kommt an den vorderen Brettern geballte Power.

Zwei Säulen – Zwei Punkte

Die zwei Punkte von Christian und Tom waren tatsächlich wichtige Säulen, weil Christian schnell gewann, und der Sieg von Tom zu dem Zeitpunkt praktisch auch schon feststand, was nicht nur einen 2-Punkte Vorsprung, sondern der Mannschaft die nötige Sicherheit brachte.

Fränkle (Bochum) – Becker (Süd)

 

Kleiner (Süd) – Klempt (Bochum)

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