Das 1.Süder Anfänger-Open

Neben der Verbandsmeisterschaft U14w, die mit 9 Teilnehmerinnen an den Start ging, richteten wir parallel dazu ein kleines Open aus. Trotz Alters- und DWZ-Begrenzung konnten wir 46 Jungen und Mädchen begrüssen, die in 9 Runden Schweizer System an die Bretter gingen.

Das Siegerfoto

 

Der Spielort

Das Umspannwerk Recklinghausen ist das größte Elektrizitätsmuseum Deutschlands. Unser Nachwuchs-Open fand in einem der Tagungsräume des Museums statt.

Der Tagungsraum

Das Museum gab grosszügig für alle Teilnehmer und Begleiter grünes Licht, im Umspannwerk auf Entdeckungstour zu gehen, damit in den Spielpausen keine Langeweile aufkommt. Und dieses Angebot wurde reichlich genutzt, denn gerade für Kinder gibt es dort jede Menge zu entdecken.

Die Akteure

Es war schon ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld, dass sich zur 1.Runde an die Bretter setzte. Vom siebenjährigen Einsteiger, der noch nie mit einer Uhr spielte, bis zum zwölfjährigen Vereinsspieler, für den ein Turnier schon Routine ist, war alles anzutreffen.
Mit welcher Begeisterung, Tatendrang aber auch Konzentration der schachliche Nachwuchs selbst in der 8.Runde noch zu Werke ging, zeigt die folgende kleine Fotogalerie von Pascal, in der alle Akteure verewigt sind.

Alle an Bord

Ralf Callenberg stellte uns seine Fotos ebenfalls zur Verfügung. Während Pascal alle Teilnehmer im Bild festhielt, sammelte Ralf Impressionen. Und man muss sagen: es ist ihm gelungen.

Alles was zählt

Zwei Dinge sind noch erwähnenswert. Zählt man die Teilnehmerinnen der U14w zum Open hinzu, lag der Mädchenanteil bei fast 30% – eine schier unglaubliche Zahl. Noch erfreulicher war das faire Verhalten aller Akteure. Obwohl – oder vielleicht sogar weil – das Regelwerk abgeschwächt wurde, gab es keine Meinungsverschiedenheit, die nicht friedlich im Sinne der Spieler geregelt werden konnte.

 

Das Turnier

Gespielt wurden 9 Runden Schweizer System mit 10 Minuten Bedenkzeit für jeden Spieler. Da viele Teilnehmer bisher nur durch Schach AG’s oder “just for fun” mit dem Schachspiel in Berührung kamen, wurde das eng gestrickte Regelwerk deutlich abgeschwächt. Das Schlagen des Königs war tabu, ein ungültiger Zug führte nicht zum Partieverlust und die Hand die eine Figur zog, musste nicht unbedingt die Uhr drücken. Ausserdem wurde an den hinteren Brettern bei der Regel “berührt – geführt” schon einmal ein Auge zugedrückt.

Das Podest

Auch wenn das Hauptkriterium der Organisatoren auf dem SMS-Prinzip (Spass mit Schach) beruhte, gab es natürlich auch eine Abschlusstabelle. Und die führte souverän Kai Spriestersbach an, der nach acht Siegen erst in seiner letzten Partie gegen Melvin Mrkulic einen halben Punkt abgab. Die weiteren Medaillen konnten sich Jan Tobias Wolff und Richard Nguyen mit Siegen in der Schlussrunde sichern.
 

Der Medaillenspiegel

Jan Tobias Wolff
(SV Erkenschwick)

Kai Spriestersbach
(SV Erkenschwick)

Richard Nguyen
(SV Springer-Süd)
 
Wer sich für die Gesamtwertung interessiert, kann sich hier die Tabelle als PDF anschauen.

Unser Dank

Zur Durchführung eines Turniers benötigt man viele helfende und unterstützende Hände. Und die waren tatsächlich reichlich am Start.

  • Da wäre natürlich das Team vom Umspannwerk, das nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, sondern uns am Turniertag mit Rat und Tat zur Seite stand
  • Dirk Broksch, der schon im Vorfeld einen enormen Aufwand betrieb, und uns bei der Durchführung des Opens tatkräftig unterstützte
  • Franz Schulze Bisping, der wie gewohnt souverän und geduldig alle Turnierdaten in “1” und “0” übersetzte, und an den Brettern zeigte, dass man als internationaler Schiedsrichter auch anders kann
  • Unsere drei Damen vom Catering – Bettina Silski, Laura Posen und Suzan Mrkulic – die sich schon am Vortag richtig ins Zeug legten und während der Veranstaltung wohl den härtesten Job von allen hatten – und trotzdem alles mit einem Lächeln bewätigten.
  • Dennis Schwedhelm und Christian Scholtholt aus Erkenschwick sowie unsere Jungs Lukas Trost, Nico Rajda und Pascal Silski, die neben der Getränkrausgabe all die kleinen und grossen Aufgaben übernahmen, die bei Turnieren einfach anfallen.
  • Allen Eltern, Betreuern und Trainern, die ihren schachlichen Nachwuchs unterstützten und mit Rat und Tat zur Seite standen

 

Die U14w Verbandsmeisterschaft
Parallel zum Open fanden die Verbandsmeisterschaft auf Wunsch des Spielleiters in einem Nebenraum statt. In einem Rundenturnier konnte sich die Favoritin Mareike Wastian aus Brackel.
Einzelheiten wie Kreuz- und Abschlusstabelle kann man sich hier als PDF anschauen.
 

Die neun Gewinnerinnen der U14w nach der Siegerehrung

 

Durch die Vereinsbrille

Unsere Akteure schlugen sich wacker. Erik und Mohammed, der sich noch in der Schnupperphase befindet, bestritten praktisch ihr erstes Open – Melvin und Ritchie sind schon erfahrene Turnierhasen, was sich dann auch in den Platzierungen zeigte.

Zufrieden bei der Siegerehrung…
3.Platz

Ritchie

16.Platz

Erik

4.Platz

Melvin

29.Platz

Mohammed

 

…und voller Tatendrang an den Brettern

Erik

Mohammed

Ritchie

Melvin

 
Die Top 5
Wie immer das Letzte zum Schluss. Diesmal eine “Top 5”, bestehend aus kuriosen Begebenheiten aus dem Open.
 

  1. Es war wie verhext. Irgendwie ging mit der Uhr immer was schief. So entschlossen sich die Strategen, die Uhr einfach auszuschalten und die Partie ohne Zeitdruck zu beenden
  2. Irgendwann reichte es. Das Matt in 2 hatte er schon lange entdeckt, aber scheinbar klemmte es noch bei seiner Gegnerin, die einfach nicht ziehen wollte. Also nahm er die Sache selbst in die Hand. Er zeigte seiner verblüfften Gegnerin die Zugfolge und gab auf – ein wahrer Gentleman
  3. Was wie eine Analyse aussah, steckte noch mitten in der Partie. Aber die sechs am Tisch versammelten Kinder nahmen jeden Zug genau unter die Lupe, bevor er ausgeführt wurde. Nachdem die vier Sekundanten des Feldes verwiesen waren, konnte die Partie normal beendet werden
  4. Da standen sie nun. Alles war wieder aufgebaut und beide Spieler beanspruchten eine Niederlage. Da keiner der beiden den Sieg wollte, wurde die Partie salomonisch Remis gewertet
  5. Ein Mädchen beschwerte sich bei der Turnierleitung, dass ihr Gegner mit dem König nicht freiwillig in die Ecke geht, und sie so nicht Matt setzen könne

One Comment

  1. Charles

    Sehr schöner Bericht über einen super Samstag im Umspannwerk. Einfach toll zu sehen wie begeistert und voller Tatendrang die Kinder an den Schachbrettern zu Werke gingen! Da macht das Mithelfen richtig Spaß !

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