Wild Wild Chess

Der Groschen scheint gefallen. Mit Schönspielerei ist in der Verbandsklasse2 kein Blumentopf zu gewinnen. Deshalb gab unser Achter richtig Gas, es entwickelte sich ein wildes Handgemenge an den Brettern – Wild Wild Chess halt.
Die Einzelergebnisse
Br.Springer SüdDWZ-SU AnnenDWZ4,5:3,5
1Beckmann, Klaus2167-Mainka, Gregor2186 1 : 0
2Callenberg, Ralf2008-Weier, Daniel1893 1 : 0
3Mecklenburg, Roland1997-Herrmann, Uwe1923 ½ : ½
4Höfker, Mathias2050-Hartung, Thomas1944 0 : 1
5Parado, Dominador1909-Jeschke, Holger1904 1 : 0
6Jaring, Thorsten1927-Sondermann, Dirk1805 0 : 1
7Kleiner, Tom1842-Lauer, Boris1851 1 : 0
8Wimber, Hartmut1782-Al Ali, Mohammad 0 : 1

Der Tabellenführer aus Annen trat mit der erwarteten Aufstellung an. Die bittere 2.5:5.5 Niederlage aus dem Vorjahr vor Augen, waren die Hausherren gewarnt. Obwohl Martin Herud verhindert war, ging das Süder-Team sicherlich als Favorit ins Rennen. Doch es kam mal wieder anders als gedacht.
 

 

Kurz nach Anpfiff

Das Niveau des Mannschaftskampfes war geprägt durch teilweise nicht zu erklärende Aussetzer auf beiden Seiten. Da bekanntlich der letzte Fehler verliert und Annen in dieser Richtung sehr spendabel war, konnte unsere Erstvertretung sage und schreibe mit 4:0 in Führung gehen. Doch unser Team revanchierte sich, der Kampf blieb bis zum letzten Zug spannend. Ralf Callenberg, der diesmal auch die Partien kurz vorstellt, brachte es auf den Punkt:”Was für ein wildes Gehacke!”
 

Der Reihe nach
Klaus hatte ein Kurzpartie, nachdem Gregor Mainka in einer bis dahin rein positionellen Partie einen Einschlag übersehen hatte. Auch erfahrene Spieler wie Gregor werden von solchen Kombinationen aus dem Nichts schon mal aus dem Konzept geworfen. Er stellte gleich noch eine Figur ein und dann war es auch schon vorbei an Brett 1.
Neuer Spielstand 1.0 : 0.0

An Brett 7 hatte Tom etwas unmotiviert und absolut inkorrekt eine Figur geopfert (zunächst für einen Bauern, und nachdem sein Gegner einen Fehler nicht ausnutzte für zwei). Doch sein Gegner kam ihm entgegen: verschaffte ihm erst eine Bauernwalze am Damenflügel und verteidigte sich dann gegen diese auch noch ungeschickt.
Neuer Spielstand 2.0 : 0.0

Meine Partie war lange absolut ereignislos – bis mein Gegner auf die Idee verfiel: „Hey, meine Dame steht seinem Turm gegenüber, mein König hat noch nicht rochiert – das ist der richtige Zeitpunkt die zentralen Linien zu öffen.“ Wenige Züge später war seine Stellung nur noch ein Trümmerhaufen.
Neuer Spielstand 3.0 : 0.0

Bei Dominador ging es noch wilder zu als sonst, da er auf jemanden gestoßen war, der auch eine scharfe Klinge kreuzt, Es ging wild hin und her. Am Ende hatte Dominador einen Freibauern auf der a-Linie. Und als sein Gegner sich gerade anschicken wollte, mit seinen Schwerfiguren Druck zu machen, schob er seelenruhig den Bauern immer weiter nach vorne.
Neuer Spielstand 4.0 : 0.0

Matthias Gegner hatte eine Qualität für einen Bauern geopfert. Matthias bekam seine Türme nicht koordiniert und eine überlastete Dame, die auf einen Turm und den König aufpassen musste, verließ entnervt das Brett. Matthias spielte die aussichtslose Partie noch eine Weile weiter, aber der Ausgang war unvermeidlich:
Neuer Spielstand 4.0 : 1.0

Hardys Gegner scheint erst ein paar Monate in Deutschland zu sein, spielte aber eine sehr starke Partie. Hardy hielt lange Zeit dagegen, aber entschloss sich dann zu einem nicht gerechtfertigten Vorstoß der Bauern am Königsflügel mit der Hoffnung auf einen Mattangriff. Aber sein Gegner vereitelte das recht mühelos und dann bröckelte Hardys Königsstellung.
Neuer Spielstand 4.0 : 2.0

Thorsten hatte einen weit vorgerückten b-Bauern nicht ausreichend geschützt und stelle ihn dann einfach ein. Bei dem Versuch, in wohl schon verlorener Stellung noch mal Komplikationen zu erzeugen stellt er einzügig einen Turm ein.
Neuer Spielstand 4.0 : 3.0

Rolands Partie war nicht nur das einzige Remis, sondern auch die einzige, die nicht durch grobe Patzer entschieden wurde.
Endsand 4.5 : 3.5

Acht auf einen Streich
Vielen Dank
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Woran oft nicht gedacht wird, aber ein wichtiger Bestandteil jedes Heimspiels ist, sind die fleissige Hände. Denn diese fleissigen Hände sorgen für den Auf- und Abbau der Möbel, kümmern sich ums Spielmaterial und um das leiblichen Wohl. Welch hervorragende Arbeit geleistet wird, kann man auf dem Panoramabild von Pascal, der diesmal übrigens für alle Fotos verantwortlich ist, eindrucksvoll erkennen. Dafür muss einfach mal ein ganz ganz dickes “Danke schön” her. Hoffen wir, dass uns die fleissigen Hände erhalten bleiben, damit in Zukunft ein Panoramabild nicht der Vergangenheit angehört.

One Comment

  1. Torsten

    Glückwunsch zu den “fleißigen” Händen …. 🙂

    ach ja… und zum gewonnen Mannschaftskampf natürlich auch ! 🙂

    Torsten

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