Da war mehr drin

Gleich “Sieben auf einen Streich” machten sich auf den Weg nach Datteln. Ermöglicht wurde dies durch Richards Vater, der seinen Wagen umbaute, die Spieler der 3.Mannschaft, unseren treuesten Fan Lena sowie den Jugendtrainer im Innenraum verstaute. Und ab ging die wilde Fahrt nach Datteln. Wer noch nicht im neuen Dattelner Spiellokal war, wunderte sich nicht schlecht. Fast 20 Kilometer für eine Wegstrecke ist schon ein Hieb. Aber sollte die Gerüchteküche recht behalten, könnte man die Fahrt nach Datteln demnächst als “Spritztour” bezeichnen. Trotzdem lohnte sich die Reise, denn es war der erste Mannschaftskampf in dieser Saison, der den Namen auch verdiente. Unser Nachwuchs machte grosse Augen, war hellauf begeistert und ab gings zur wilden Fahrt auf den Brettern.

Full House

Es war ein Mannschaftskampf, der den Titel “Da war mehr drin” verdiente. Einladende Räumlichkeiten, reichlich Schaulustige, vorbildliche Gastgeber und acht Bretter, an denen sogar Schach gespielt wurde.

 

Drei Recken und ein Knirps

v.l.n.r. Richard, Lukas, Philipp und Nico

Vermutlich geht der Dattelner Sieg in Ordnung, obwohl man zwischenzeitlich von einem kleinen Wunder träumen durfte. Vor allem die vorderen Bretter liessen mit zwei blitzsauberen Siegen in der Hinrunde aufhorchen. Kurzum – da war mehr drin.

Die Einzelergebnisse
Br.SV Datteln 4-Springer Süd 35,5:2,5
1Brauckmann, Markus-Wollny, Philipp0 : 1
2Pauli, Fabio-Trost, Lukas0 : 1
3Dobrecovs, Vadim-Rajda, Nico1 : 0
4Potthink, Jannick-Nguyen, Richard1 : 0
1Brauckmann, Markus-Wollny, Philipp½ : ½
2Pauli, Fabio-Trost, Lukas1 : 0
3Dobrecovs, Vadim-Rajda, Nico1 : 0
4Potthink, Jannick-Nguyen, Richard1 : 0
 
Die ersten Eindrücke
 

Philipp

Lukas

Nico

Richard

Wenn man einen Sahnetag erwischt, läuft es einfach. Und Philipp erwischte in Datteln so einen Tag. Wie er die erste Partie gewann war sehenswert. Sein Springer beherrschte das Brett, ein kleines taktisches Scharmützel und schon wurden die Figuren wieder aufgestellt. In seiner zweiten Partie einigte man sich, nachdem der Mannschaftskampf entschieden war, schnell auf ein Remis.
Der Fallensteller des Spieltages hiess Lukas. Den ersten Köder legte er geschickt aus, sein Gegner verschluckte sich dran, was Lukas zu einem Mattangriff nutzte. In der zweiten Partie fiel er leider selbst in die Grube, die er für seinen Kontrahenten ausgehoben hatte. Und wer Lukas Gruben kennt, weiss dass es da kein Entrinnen gibt.
Wer die Spendierhosen trägt, ist ein gern gesehener Gegner am Brett. Während Nico sich in seiner ersten Partie noch schwer mit der Hose tat und nur einen Springer spendierte, konnte er in der zweiten Partie überzeugender abliefern. Mit dem Verlust von Springer, Läufer und Dame stellte Nico zwar keinen neuen Rekord auf, liess aber über den Ausgang der Partie keine Fragen aufkommen.
An Brett 4 zeigte Richard, dass auch auf dem Schachbrett das Raum-Zeit-Kontinuum relativ ist, oder anders ausgedrückt: wer wenig Raum hat, darf scheinbar keine Zeit verbrauchen. Erst in der zweiten Partie zeigte Richard, warum er das Vertrauen des Mannschaftsführers bekam. In einer spannenden Partie, die lange offen war, übersah Richard ein Schach, das ihm eine Figur und später die Partie kostete.
Auch wenn die Ausbeute sicherlich verbesserungsfähig war, der Coach schien zufrieden. Und wer ihm über die Schulter schaute, konnte in seinem Notizbuch vier Worte lesen: “Springer – Grube – Hose – Kontinuum”
Die letzten Einblicke

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