Geht doch !

Nachdem in den letzten beiden Runden der Süder Viererbob doch gehörig ins Schlingern geriet, ist er jetzt wieder in der Spur. Mit einem eindrucksvollen und nie gefährdetem 7.0-1.0 Kantersieg über die 4.Mannschaft aus Haltern, meldete sich unser Nachwuchs eindrucksvoll zurück.

Die Einzelergebnisse
Br.SV Springer-Süd 3-KS Haltern 4 7.0 - 1.0
1Silski, Pascal-Backmann, Jan 1 : 0
2Wollny, Phillip-Himmel, Julian 1 : 0
3Trost, Lukas-Rohloff, Axel 0 : 1
4Rajda, Nico-Bodmann, Jacob+ : -
1Silski, Pascal-Backmann, Jan 1 : 0
2Wollny, Phillip-Himmel, Julian 1 : 0
3Trost, Lukas-Rohloff, Axel 1 : 0
4Rajda, Nico-Bodmann, Jacob+ : -

Schon vor Spielbeginn herrschte eine ungewöhnlich lockere Stimmung. Anstatt der sonst spürbaren Nervosität, die sich leicht an Gesicht, Händen und Füssen ablesen lässt, wirkten unsere Jungs diesmal fast schon zu entspannt. Selbst das verspätete Eintreffen der Gäste aus Haltern zeigte zumindest äusserlich keinerlei Wirkung.

 

Eine Trilogie des entspannten Freestyles

Kick

Side

Step

Auf den Fotos kann man sich selbst davon überzeugen, wie locker alles ablief. Pascal und Lukas zeigten noch kurz vor Spielbeginn ihre aktuellen Moves, während Nico und Phillip – auf den Bildern nicht sichtbar – Bauklötze staunten. Geschossen wurden diese actiongeladenen Bilder übrigens von Fabienne, die langsam ihren eigenen Stil entwickelt.

Doch kaum nahmen unsere Strategen an ihren Brettern Platz, war Schluss mit lustig. Ausser bei Nico, der sich über zwei Siege freuen durfte, da kein Gegner in Sicht war. Ansonsten entwickelten sich an allen Brettern spannende Partien.

Pascal

Pascal machte es besonders spannend. Vor allem in seiner ersten Partie wogte der Kampf hin und her, bis er in einem Endspiel Turm gegen Springer abwickeln konnte. Im Revanchematch war die Partie lange Zeit offen. Erst als Pascal wiederum die Qualle gewinnen konnte, neigte sich die Waage zu seinen Gunsten. Während er im ersten Endspiel den Springer gewann, konnte er diesmal seinen Turm für den Läufer geben und in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln. Zwei Punkte gegen einen DWZ-Gegner sollten Garant für die erste eigene DWZ sein.

Phillip

Phillip spielte diesmal zwei taktisch angelegte Partien. Dabei wütete im ersten Match sein Springer fürchterlich im gegnerischen Lager. Was auch immer zu gabeln war – dieser Teufelsspringer nahm alles mit. Wohl durch diesen forschen Aufgalopp noch geschwächt, brauchte Phillip in seiner zweiten Partie die Mithilfe seines Gegners. Nach einer total verkorksten Eröffnung, versuchte er sein Glück am König. Und siehe da, schon das erste Schachgebot zeigte Wirkung. Anstatt den König zu ziehen, tauschte Phillip’s Gegner falsch ab, was schlussendlich zum Sieg reichte.

Lukas

Wenn einer den Titel “Pechvogel der Saison” verdient, dann kann er nur Lukas heissen. Neben seinem schon legendärem “Ich wandel um und setze Patt”, kommt jetzt ein neues Highlight hinzu: “Ich setze Matt und gebe auf”. Scherz beiseite – Lukas spielte eine erstklassige Partie. Nachdem er seinen Gegner völlig überspielt und jeder schon den Punkt verbucht hatte, verrechnete er sich beim opferreichen Mattangriff und musste selbst aufgeben. Dafür war Lukas in der zweiten Partie der absolute “Herr der Klötze”. Er sammelte eine Figur nach der anderen ein, bis sein Gegner völlig entnervt aufgab.

Unser Viererbob nach rasanter Fahrt

v.l.n.r. Lukas, Nico, Pascal und Phillip

Natürlich gingen nach so einem hohen Sieg die Arme reflexartig gen Himmel, und die Mundwinkel folgten der Richtung wie auf Kommando. So dauerte es schon etwas länger, bis das obligatorische Mannschaftsfoto im Kasten war.
Es war ein gelungenes Comeback nach der doch deutlichen Niederlage in Erkenschwick. Trotzdem bleiben unsere Jungs auf dem Teppich und Pascal brachte es auf den Punkt:”Die Höhe des Sieges ist schon etwas glücklich, aber wir haben verdient gewonnen.”

Ein Mannschaftskampf in der 2.Kreisklasse


Schaut man auf das Foto, sieht man (leider) schon den kompletten Mannschaftskampf. In den bisherigen fünf Runden unseres Teams kam es nur zweimal zu einem Duell an vier Brettern. Gerade im Kinder- und Jugendbereich ist das natürlich ein völlig falsches Signal. Dazu kommt die immer wieder diskutierte Frage, ob sich in einer 4er-Mannschaft überhaupt ein Teamgeist entwickeln kann. Das grösste Problem – zumindest bei unseren Jugendlichen – ist diese vermaledeite Doppelrunde. Man muss sich mal vorstellen: Nach einer harten Partie mit knappem Ausgang, dreht man das Brett und startet von vorne. Und schaut man sich die Partien der Rückrunde an, sind die nicht nur wesentlich schneller beendet, sondern auch mit einer extrem hohen Fehlerquote gespickt.
Man könnte noch viel über die 2.Kreisklasse schreiben. Wobei schon der Name mehr verwirrt als erklärt. In Wirklichkeit ist es eine in den Seniorenbetrieb eingebaute Jugendliga, in der sich auch unser Nachwuchs in dieser Saison tummelt. Die Grundidee für dieses von allen anderen Ligen abweichende Konzept wird sicherlich seine Gründe haben. Aber vielleicht sollte man das bei der Einführung versprochene Controlling nach einem gewissen Testlauf langsam in Angriff nehmen.

Der kritische Blick des Kiebitz

Hans Backmann (Haltern)

Charles und Nico

Nico und Fabienne

Die auf der Lauer liegen

Das Spiel ist aus

Der Schriftführer

Das Aufräumkommando

Der Beweis

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