War’s das?

Nach der erneuten, wieder recht deftigen 2.5:5.5 Niederlage gegen Gladbeck, bleibt neben dem bedrohlichem Tabellenplatz eigentlich nur noch eine Frage: war’s das mit der Verbandsliga Jungs?

Im Einzelnen
BrettSpringer SüdDWZ- SG GladbeckDWZ2,5:5,5
1 Beckmann, Klaus 2121- Mancic, Ivan 21790 - 1
2 Callenberg, Ralf 1996- Hassenrück, Helmut 2115½ - ½
3 Höfker, Mathias 2078- Frohne, Gerd 2042½ - ½
4 Herud, Martin 2008- Berg, Dietmar 19640 - 1
5 Mecklenburg, Roland 1984- Rickert, Stefan 1903½ - ½
6 Hajra, Hetem 1937- Kucheyda, J?rg 19441 - 0
7 Parado, Dominador 1905- Winzbeck, Frank 18610 - 1
8 Stahlhofen, Thomas 1800- Schelwokat, Peter 18540 - 1

Gladbeck war sicherlich nicht die Übermannschaft, zeigte sich aber vor allem in kämpferischer Hinsicht unserer Truppe um Längen überlegen. Dazu noch die einfach viel zu hohe Fehlerquote, da ist selbst bei Augenhöhe kein Blumentopf zu gewinnen.

Dabei sollte es eigentlich laut Drehbuch ein Befreiungsschlag werden, eine Art “Rückkehr der Süder Ritter”, ein mit dem Laser-Schwert schwingendes Team, das auf dem Brett für klare Verhältnisse sorgt. Doch im Logbuch fand man nach dem Match nichts mehr davon wieder.

Der Reihe nach

In einem relativ zahmen Franzosen schaffte es Hetem einen Turm auf die 7.Reihe zu bekommen. Das folgende, kurze Schamützel brachte ihm gleich zwei Mehrbauern, die er ganz ruhig und schachlich zum vollen Punkt führte.
Neuer Spielstand 1.0 : 0.0

Irgendwie übte die Grundreihe von Klaus eine magische Anziehungskraft auf seine Figuren aus. Sie wollten einfach nicht die Mittellinie überschreiten, was zu einer komplizierten Verteidigung führte. Ein kleines Übersehen kostete durch eine Springergabel Material, was in den Sphären des 1.Brettes weitere Gegenwehr praktisch verbot.
Neuer Spielstand 1.0 : 1.0

“Volle Kraft voraus” war wie immer die Devise von Dominador. Leider spielten einige Figuren nicht mit, der gegnerische Konter bei geöffneter Stellung zeigte Wirkung, Materialverlust war ebenso wie der Partieverlust nicht mehr zu verhindern.
Neuer Spielstand 1.0 : 2.0

Er ist immer für eine Überraschung gut. Denn wer ausser Martin gibt schon seine Dame für drei Leichtfiguren her, um nachher um den Ausgleich kämpfen zu müssen. Nach einem zähen Ringen bekam er sogar die Chance, in Vorteil zu kommen, nutzte sie jedoch nicht und kam kurz später unter die Räder. .
Neuer Spielstand 1.0 : 3.0

Es war eine relativ zahme Schrittfolge, die Mathias aufs Parkett legte. Sein Gegner nutzte die Gunst der Stunde und initiierte einen gefährlichen Königsangriff, den Mathias unter Figurenverlust abwenden konnte und gerade noch ins Dauerschach entkam.
Neuer Spielstand 1.5 : 3.5

Ein Swweschnikov mit c4 und a4 erfordert Mut, der aber bei Thomas nicht belohnt wurde. Eine Fesselung kostete den wichtigen c-Bauern, die daraus resultierende leichte Initiative brachte keinen Erfolg, und als Thomas die Brechstange zückte, ging glatt eine Figur verloren.
Neuer Spielstand 1.5 : 4.5

Mit einem unklaren Bauernopfer auf b7 bekam Roland zwar etwas Trieb, mehr aber auch nicht. Als er seinen Springer unvertreibar auf e3 platzierte, opferte sein Gegner kurzerhand die Qualle, tauschte noch die Damen und so landete man in einem Endspiel Turm gegen Läufer plus zwei Bauern. Und da in so Endspielen meist der verliert, der was wagt…
Neuer Spielstand 2.0 : 5.0

Wer seine Lieblingsvariante aufs Brett bekommt, vor lauter Freude die Zugfolge verwechselt, während sein Gegner die Gunst der Stunde nutzt, steht schnell mit dem Rücken zur Wand. So erging es Ralf, der sich aber verbissen wehrte, bis er in ein Turmendspiel mit Minusbauer landete. Dort wäre aller Kampfgeist jedoch zwecklos gewesen, hätte sein Gegner die für Ralf klar verlorene Schlussstellung nicht Remis gegeben.
Endstand 2.5 : 5.5

Es wird eng, mächtig eng – oder anders ausgedrückt: dem Team steht das Wasser bis zum Hals. Der letzte Strohalm muss im nächsten Mannschaftskampf in Boenen ergriffen werden, sonst gehen die Lichter in der Liga frühzeitig aus!

Das Letzte zum Schluss

Für lange Winterabende kann man die Schlussstellung von Ralf nur empfehlen. Weiss ist glatt verloren, der Computer spuckt schnell ein Matt in spätestens 130 Zügen aus, doch Vorsicht: die schwarze Gewinnführung ist nicht ganz soo einfach und hängt oft an einem Zug.

Callenberg – Hassenrück

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