Martin simultiert als Erster

Es soll eine regelmässige Einrichtung werden. Einmal im Jahr, vorzugsweise zu Saisonbeginn, stellt sich ein Spieler aus dem Seniorenbereich der Jugend zu einem munteren Simultan. In diesem Jahr trat Martin zum Kampf “David gegen Goliath” an.

“Running Martin” voll in Action

Unser David hatte allerdings gleich 240 Steine und bestand aus 15 Teilnehmern, die alle nur ein Ziel kannten: Martin das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und wer sich schon mal an Simultan wagte, der kennt die Tücken, wenn die Teilnehmerzahl nicht mehr an zwei Händen abzählbar ist.

Martin schien leicht überrascht, als er das rundum gefüllte Hufeisen sah. Trotzdem blieb er bei seinem Vorhaben, sich auf ein Uhren-Simultan mit den schwarzen Steinen einzulassen. Und so rannte Martin von Brett zu Brett – und er rannte und rannte und war trotz all der Rennerei an manchem Brett schnell im Vorteil.

Malika hält sich strikt an die “Nicht-Option”

Doch Aufgabe war für keinen Teilnehmer eine Option; ganz im Gegenteil, schon vor Beginn des Events waren sich alle einig: gespielt wird bis zum Matt. So wehrte sich nicht nur Malika bis zum bitteren Ende, Martin musste sich an den Brettern enorm viele Züge “errennen”. Nur in einer Partie lief alles ganz anders.

Martins einzige Partie zum “Haareraufen”

Wer sich in einer Variante nicht auskennt, sollte die Finger davon lassen – noch dazu beim Simultan. Doch Martin sprang voll in Ritchies Lieblingsvariante, man konnte schon nach wenigen Zügen an Martins Gesicht erkennen, wie unwohl er sich fühlte. So kam es, wie es kommen musste. Ritchie setzte Martin einfach Matt – Glückwunsch!!
Erwähnenswert sind noch die Leistungen von Maxi, der es bis ins Turmendspiel schaffte, Heinrich, der kurz vor der Zielgeraden einen Springer verlor, und natürlich Julian, der als Letzter spielte. Mit einer Qualle mehr wollte er unbedingt gewinnen, unterschätzte aber Martins weit vorgerückten Freibauern, der mit einem taktischen Trick die Partie entschied.

Alle hatten Spass, alle durften verlieren, Goliath natürlich auch, und wenn im nächsten Jahr alle besser geworden sind, warten wir mal ab, ob es der nächste Herausforderer ebenso gut gebacken bekommt.

One Comment

  1. Martin

    Der beste Zug von Richie kam direkt vor meinem ersten Zug: “Spiel nicht 1…c5 (nach 1.e4) gegen mich, da mir dann die anderen die Züge nachmachen!” Prompt tappe ich in die Falle und spiele 1…e5. Dann wurde ich erbarmungslos und ohne Schwimmflügel ins stürmische schottische Gewässer geworfen.
    Das war stark gemacht aus schach-psychologischer Sicht.

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