Der Nächste bitte

Nachdem unsere Erste in der letzten Runde Mülheim vom Thron stürzte, kam nun der neue Tabellenführer ins Bürgerhaus. Unser Achter erwischte einen Sahnetag und schlug die SG Bochum 3 unerwartet deutlich mit 5.5:2.5

Im Überblick
BrettSpringer Süd 1 DWZ- SG Bochum 3 DWZ5,5:2,5
1 Beckmann, Klaus 2152- Pilat, Daniel 21281 : 0
2 Herud, Martin 1985- Butschek, Marc 19741 : 0
3 Callenberg, Ralf 2029- Fistoul, Boris 19610 : 1
4 Mecklenburg, Roland 2010- Biermann, Florian 19321 : 0
5 Höfker, Mathias 2047- Biermann, Lenhard 19461 : 0
6 Parado, Dominador 1930- Zeldin, Vitali 19700 : 1
7 Hajra, Hetem 1936- Pilat, Fabian 1951½ : ½
8 Meyer, Jürgen 1876- Finke, Dominik 19891 : 0

Die Bochumer traten mit einer enorm jungen Mannschaft an, was die DWZ bekanntlich sehr dehnbar macht. Deshalb war Spannung an allen Brettern zu erwarten, besonders bei unseren erfahrenen Recken Mathias und Roland, die gegen die erst 14jährigen Zwillinge Florian und Lenhard Biermann spielten, immerhin mit der stolzen Ausbeute von 5.5/6 im Gepäck angereist.

 

Zwei Süder Bänke

Immer für einen Punkt gut – Mathias und Martin

Sieben Sieger bei nur einem Remis zeigt, mit welch harten Bandagen gefightet wurde. Selbst das einzige Unentschieden war kein Salonremis, sondern wurde mit einem Dauerschach beendet. Auffällig, und damit ein Hauptgrund für die vielen “1” und “0”, war die hohe Fehlerquote der Bochumer in den Partien, die “Spitz auf Knopf” standen.

Der Reihe nach

Irgendwie gingen sich die Klötze von Hemet Hajra und seinem Gegner in der Eröffnung aus dem Weg. Kaum war der erste Kontakt hergestellt, endete alles nach einem kurzen Nahkampf friedlich im Dauerschach.
Neuer Spielstand 0.5 : 0.5

Nach einer Eröffnung, die nicht jeden Tag aufs Brett kommt, konnte sich Roland Mecklenburg mit den weissen Steinen keinerlei Vorteil sichern. Aber die Felder wurden abgesteckt. Währen der Bochumer sich am Damenflügel breit machte, versuchte Roland sein Glück am Königsflügel, der nach zwei Vorbereitungszügen mit der Dame auf h6 eingenommen wurde. Materialverlust war unabwendbar, der Bochumer Nachwuchsspieler streckte die Waffen.
Neuer Spielstand 1.5 : 0.5

Unfassbar aber wahr. Schon nach drei Zügen war Ralf Callenberg mit seinem Grünfeld-Latein am Ende, als sein Gegner 3.f3 zog. Anschliessend stürzte er sich auf Ralfs König, der völlig überrascht dem wachsenden Druck nicht lange standhielt.
Neuer Spielstand 1.5 : 1.5

In seiner ersten Partie unter Süder Flagge bekam unser Neuzugang Jürgen Meyer direkt eine harte Nuss serviert. Doch in seinem Debüt liess er keinerlei gegnerische Aktivitäten zu. In beginnender Zeitnot witterte sein Gegner eine Chance, auf die Jürgen nur gewartet hatte. Ein Springerschach, ein Qualitätsgewinn, ein Matt auf c7 – drei gute Gründe, aber trotzdem “nur” ein Punkt.
Neuer Spielstand 2.5 : 1.5

Kurz nach der Eröffnungsphase übernahm Mathias Höfker das Kommando, drängte die gegnerischen Figuren Richtung eigene Grundlinie, eroberte beim Übergang ins Endspiel einen Bauern und gewann, als sein Gegner alles auf eine Karte setzte, mit einer kleinen Kombi nicht nur eine Figur.
Neuer Spielstand 3.5 : 1.5

Zuerst schlug Martin Herud einen scheinbar vergifteten Bauer auf e6, um einen Zug später auch noch seinen Läufer auf h7 zu opfern. Dafür gab es reichlich Initiative und nach beidseitigen Turbulenzen das Material doppelt zurück. Ein typischer Martin Sieg – nichts für schwache Nerven.
Neuer Spielstand 4.5 : 1.5

Es war ein Lavieren bis ins Endspiel, in dem Klaus Beckmann mit der besseren Bauernstruktur aufwarten und sicherlich etwas Druck ausüben konnte. Doch ob der Mikrovorteil zum Sieg gereicht hätte, wird ein Geheimnis bleiben, weil der Bochumer es Klaus leicht machte, indem er völlig übermotiviert seine Stellung in wenigen Zügen endgültig ruinierte.
Neuer Spielstand 5.5 : 1.5

Kaum vorstellbar, aber Dominador Parado bekam einfach keinen Zugriff auf den gegnerischen König. Was immer er auch probierte, der Bochumer hielt die Stellung mit stoischer Ruhe geschlossen. Ein Turmopfer brachte zwar etwas Power, endete aber in einem Endspiel Dame gegen zwei Türme. Nachdem Dominador ein mögliches Dauerschach übersah, zeigten sich die gegnerischen Türme überlegen.
Endstand 5.5 : 2.5

In der nächsten Runde geht es nach Gerthe. Sicherlich kein Aufstiegskandidat wie in den letzten beiden Kämpfen, aber keine Sorge Jungs, in der bärenstarken Liga werdet ihr alle Hände voll zu tun bekommen, um zwei Punkte einzufahren.

Der letzte Zug
Klaus

Roland

Hemet

Martin

Mathias

Jürgen

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