Unsere Vierte auf Tour

Es sollte nicht sein! Trotz mehrerer guter Chancen verlor unsere 4.Mannschaft ihr letztes Meisterschaftsspiel knapp mit 3:5 gegen den Tabellenführer aus Erkenschwick.

Die Einzelergebnisse
Br.SV Erkenschwick 6DWZ-Springer Süd 4DWZ5.0:3.0
1Kirsch, Johann1027-Nguyen, Richard11820 : 1
2Stass, Jerry872-Silski, Fabienne809+ : -
3Wolff, Marc-----Posen, Lena7841 : 0
4Hesse, Lukas1379-Komossa, Julian----1 : 0
1Kirsch, Johann1027-Nguyen, Richard11820 : 1
2Stass, Jerry872-Silski, Fabienne809+ : -
3Wolff, Marc-----Posen, Lena7840 : 1
4Hesse, Lukas1379-Komossa, Julian----1 : 0

Leider trat das Team nur zu Dritt an. Muttertag, die Wahl in NRW, sowie Konfirmation und musikalische Verpflichtungen im Süder Raum forderten ihren Tribut. Als Khoa – der Edelreservist des Teams – auch noch kurzfristig absagen musste, war nicht nur der Spieler, sondern zu allem Überfluss auch noch der Fahrer futsch.

 

Die Tour

Kurzentschlossen setzte man aufs Rad. Die Wettervorhersage liess keine Wünsche offen: viel Sonne, kein Niederschlag, eine leichte Brise und angenehme Temperaturen um die 20 Grad. So machte sich das Team mit Coach Roland und Routenplaner Charles auf den Weg nach Erkenschwick. Trotz eines überraschenden Platzregens, mehrerer kleiner Unwegsamkeiten und den kräftezehrenden Anstiegen erreichte der Trupp das Spiellokal voller Tatendrang. Wohl noch von der Radtour zusätzlich inspiriert, herrschte an den Brettern schnell ein lebhaftes Treiben.

Kurz aber bündig

Hauptdarstellerin war einmal mehr Lena, die in sagenhaften digital gestoppten 39 Sekunden das volle Programm zeigte: jede Menge Züge, eine komplette Notation und ihr schon berüchtigtes “Selbstmatt in One”. Nach einigen beruhigenden Worten zeigte sie in der 2.Partie ihr Können und gewann überzeugend.
Auch auf Ritchies Brett ging es hoch her. In der ersten Partie überspielte er seinen Gegner locker, im zweiten Handgemenge überspielte sich der Erkenschwicker praktisch selbst, was Ritchie zu einem Konter mit schnellem Matt einlud.

Unser Newcomer

Julian (l.) in seiner allerersten Turnierpartie

Manchmal kommt es anders als man denkt. Am 4.Brett sollte man in der 2.Kreisklasse schlechthin einen Gegner mit überschaubarer DWZ bekommen. So zumindest wurde es Julian beim Training erzählt. Als er dann seinem jugendlichen Gegner die Hand gab, ahnte er nichts von den Gefahren, die knapp 1400 DWZ-Punkte mit sich bringen. Ganz im Gegenteil, die erste Partie wogte hin und her, blieb aber im Gleichgewicht. Als nach weit über zwei Stunden Spieldauer ein Remis denkbar wurde, griff Julian fehl. Sein König zappelte plötzlich im Mattnetz, es gab kein entrinnen. Über die zweite Partie muss man nichts schreiben. Der Stachel der Niederlage sass nach dem heroischen Kampf noch tief, die Konzentration verschwunden und die Partie schnell verloren. Trotzdem bekam Julian, der erst seit gut drei Monaten zum Jugendtraining kommt, von allen ein anerkennendes Schulterklopfen.

Der Abspann

Obwohl der Mannschaftskampf verloren ging, sah man auf der Heimfahrt durchaus zufriedene Gesichter. Ritchie zeigte endlich wieder eine aufsteigende Form, Lena zumindest in einer Partie ihr schachliches Vermögen und Julian sein schon reichlich vorhandenes Potenzial. Und es gab noch einen Grund für gute Laune: die Heimfahrt ging bis auf eine ellenlange Steigung gefühlt nur bergab. In Süd angekommen gab es bei Khoa noch etwas gegen den Durst, bevor die Saison 16/17 zu den Akten gelegt wurde.

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