Der erwartet schwere Gegner

Selbst nach über zwei Monaten Pause war die unglückliche und völlig überflüssige Niederlage in Ickern noch immer nicht aus den Köpfen der Spieler unserer 1.Mannschaft. Wollten wir weiterhin um den Aufstieg in die Verbandsklasse ein Wörtchen mitreden, musste unbedingt ein Sieg gegen die Zweitvertretung von Unser Fritz her. Während wir zum ersten Mal in dieser Saison komplett antreten konnten, musste unser Gegner zwei Stammspieler ersetzen. Trotzdem entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf.

 

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Zu Beginn schien alles nach Plan zu verlaufen. Torsten und Roland brachten uns mit ihren Kurzpartien schnell 2:0 in Führung. Doch durch die Niederlage von Christian wurde es wieder spannend. Schaute man auf die restlichen Bretter war noch alles möglich. Dominador und Klaus hatten leicht Initiative, während Ralf, Hardy und Thomas, jeweils mit den schwarzen Steinen, noch hart um den Ausgleich kämpfen mussten. Klaus sah kein Weiterkommen, bot Remis an, was sein Gegner dankend annahm:  2.5 : 1:5

Dann kam die grosse Stunde von Dominador, der mit seinen Türmen in die gegnerische Stellung eindrang  und durch einen unwiderstehlichen Angriff Material und so die Partie gewann, was zudem das wichtige 3.5 : 1.5  bedeutete. Ein Blick auf die noch laufenden Partien machten Hoffnung. Zwar war Hardys Stellung nicht mehr den berühmten “‘Pfifferling” wert, dafür hatte Thomas sich befreit, zwei Bauern gewonnen und war klar auf der Siegerstrasse. Auch bei Ralf sah es vielversprechend aus. Und so kam es wie es kommen musste – na zumindest fast. Hardy verlor, Thomas gewann – nur Ralf konnte in Zeitnot nicht die gewinnbringende Abwicklung finden und einigte sich mit seinem Gegner kurz danach auf Remis.

Br.RNr.SV Recklinghausen Süd-RNr.SV Unser Fritz 25 : 3
11Callenberg, Ralf-10Nowicki, Heiko½ : ½
22Mecklenburg, Roland-11Dlouhy, Peter1 : 0
33Wimber, Hartmut-12Elsner, Mario0 : 1
44Parado, Dominador-13Gössling, Jürgen1 : 0
55Becker, Christian-14Koch, Till0 : 1
66Scheyka, Torsten-16Gudaci, Agim1 : 0
77Stahlhofen, Thomas-2001Pohl, Martin1 : 0
88Diebig, Klaus-19Deflieze, Ulrich½ : ½

Damit war der Mannschaftskampf 5:3 gewonnen. Ein hartes Stück Arbeit, alle Chancen offen gehalten – und das abschliessende Bier schmeckte einfach nur köstlich.

Fotos       Partien stehen jetzt Online

 

 

Auch Senioren können irren

In der 9.Runde der Seniorenmeisterschaft kam es zu zwei folgeschweren Aussetzern. Ausgerechnet unser Werner war eines dieser “Opfer”. In seiner Partie gegen Heinz Langenfeld konnte er sich nach 19 Zügen eine angenehme Stellung, mit leichtem Druck am Königsflügel, aufbauen.

Hier wäre 20.hxg5 der einzig logische und auch wohl richtige Zug gewesen. Weiss behält seine Initiative und kann in aller Ruhe seine Stellung verbessern. Stattdessen griff Werner zur Brechstange und schlug mit dem Läufer auf g5, weil er sich nach 20….f6 mit 21.Sg6 in Vorteil sah. Nach 21….hxg5 22.Sxf8 Dxf8 23.Sxg5 Sxg5 24.hxg5 Df3…

…musste er aber einsehen, dass seine Stellung eher einer Ruine glich. Werner kämpfte noch wie ein Löwe, musste Heinz Langenfeld aber nach 54 Zügen gratulieren.

Richtig schlimm erwischte es Jürgen Delling von der RSG. Nachdem er seinen Gegner Heinz Kwiatkowski vom Altstädter Schachclub völlig überspielt hatte, machte Jürgen es sich zu einfach.

Heinz Kwiatkowski zog in dieser Stellung schlitzohrig seinen König nach e7. Und prompt fiel Jürgen Delling auf die letzte Patrone von Weiss herein. Anstatt mit dem Turm auf c6 zu schlagen, was jede Gegenwehr sofort beenden würde, holte er sich auf d1 eine neue Dame. Sicherlich im Glauben, dass Weiss jetzt auch aufgeben wird. Leider hatte Jürgen vollkommen übersehen, dass der weisse Turm nun auf den Feldern a7,b7 und c7 Dauerschach geben kann. Ob Weiss jetzt ein Lächeln auf den Lippen hatte oder Schwarz einen roten Kopf bekam ist nicht überliefert worden. Wer sich jedoch geärgert und wer sich gefreut hat, sollte jedem klar sein.

Schwarz und Weiss

Die Seniorenmeisterschaft wird von einem tragischen Todesfall überschattet.

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Siegmund Kowolik ist, wie jetzt bekannt wurde, schon im Dezember gestorben. Ich war mehrere Jahre mit Sigmund zusammen in einem Verein. Er war ein ruhiger und introvertierter Mensch, der lieber am Schachbrett als am Stammtisch sass. Sigmund war immer ein Verfechter des lebhaften Schachs, seine Mimik und Gestik waren ein Spiegel seiner Seele. Er lebte Schach. Auch wenn er manchmal etwas brummbärig war, am Brett liess er nicht nur die Figuren, sondern auch die Puppen tanzen. Und nun ist er gegangen, wie er einst im Verein erschienen ist: plötzlich und unerwartet. Ich wünsche ihm auf seiner weiteren Reise noch viele Erfolge in Schwarz und Weiss.

Es wurden am Montag 6 Partien gespielt. Die Ergebnisse sind hier einzusehen.

Der Countdown läuft

Es ist wie es ist, und es bleibt wohl wie es immer war. Obwohl Freitag die 4.Runde der Bezirksmeisterschaft auf dem Programm steht, müssen nicht nur unsere 7 Teilnehmer weiterhin auf die Auslosung warten. Ein Grund dafür kann eigentlich nur die noch nicht beendeten Partien der 3.Runde sein. Nach über vier Wochen muss es schon gravierende Gründe geben, warum nicht gespielt wurde. Wobei es sich bei Gasper – Czarnik nach Informationen auf der Homepage des Schachbezirks Herne-Vest um eine Hängepartie handeln soll. Eine Hängepartie…das ist schon echt kurios. Zum einen passt das nicht zum Turniermodus, und Hängepartien gibt es offiziell schon seit ca. 1990 nicht mehr. Lassen wir uns halt überraschen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball. Schade ist natürlich , dass sich die Spieler so nicht vorbereiten können und nicht einmal wissen, ob der Gegner Freitag überhaupt anwesend ist…..

 

   Hi Südipus, ist die 4.Runde schon ausgelost?

Sorry, aber ich kann nicht mehr anders

 

Seniorenmeisterschaft Part Two

Erkenschwick is calling, oder anders ausgedrückt; nach einer kurzen Winterpause beginnt die zweite Hälfte der Seniorenmesterschaft. Die 9.Runde steht auf dem Programm, die dann auch das Bergfest einläutet. Unglaubliche 17 Runden werden in diesem Turnier gespielt, bis sich einer der Akteure Seniorenmeister nennen darf. Man kann es nicht oft genug betonen; allen Teilnehmern gilt bei dem engen Zeitrahmen höchste Anerkennung. Aber auch den Organisatoren Walter Breuckmann und Jürgen Delling muss man für ihre logistische Arbeit Respekt zollen.

Unsere beiden 17.Runden-Helden Karl-Heinz Bleich und Werner Lange spielen bisher ein sehr beachtliches Turnier. Mit 5 bzw. 4.5 Punkten liegen sie weit über Soll, wobei es Werner sogar gelungen ist, den haushohen Favoriten Alfred Kotlar zu besiegen, weil der ein ausgeglichenes Endspiel noch unbedingt gewinnen wollte. In der 9.Runde bekommen unsere Mitstreiter es knüppeldick serviert. Werner muss mit dem immer auf den König spähenden Heinz Langenfeld die Klingen kreuzen, während Charles es mit dem auf den kleinsten Fehler wartenden Walter Breuckmann zu tun bekommt. Wenn man bedenkt, dass unsere “Aussenseiter” gerade gegen stärkere Gegner einen guten Eindruck hinterliessen, ist vielleicht eine Überraschung drin – wir drücken auf jeden Fall die Daumen.

Tabelle und Paarungen der 9.Runde

Wer will, der kann

Am Freitag ist das Bürgerhaus wieder geöffnet. Wie man hört, sollen die Figuren sorgfältig poliert und die Bretter frisch geölt worden sein. Es spricht also nichts gegen eine gepflegte Schnellpartie, eine intensive Trainingspartie als Vorbereitung für unsere vielen Teilnehmer an der Bezirks- und Seniorenmeisterschaft oder eine spannende Nachholpartie der Vereinsmeisterschaft. Vorher findet natürlich, wie gewohnt ab 17 Uhr, das Jugendtraining statt.

Werner schafft beim “Nachsitzen” eine glatte “1”

Nachdem schon unser Recke “Charles” Bleich gegen Günter Strozewski in der 8.Runde gewinnen konnte, schlug nun die Stunde von Werner Lange. Völlig überraschend spielte er in seiner Nachholpartie  mit den schwarzen Steinen die sizilianische Verteidigung, erreichte schnell Ausgleich, und konnte durch geschicktes Lavieren zwei Bauern gewinnen. Nach einer nicht ganz gelungenen Abwicklung, kam es nach dem 36.Zug von Schwarz zu folgender Stellung:

Hier hätte Günter Strozewski mit 37.Tb3 die Drohung Txh3 abwehren können, und es wäre für Werner noch ein hartes Stück Arbeit gewesen, den Mehrbauern zu verwerten. Stattdessen  spielte Weiss 37.Kh2(?) , und gab nach  37…DxTb1 kurz danach auf.
Mit diesem Sieg konnte Werner seine Ausbeute auf 4.5 Punkte erhöhen und liegt nach 8 Runden nur knapp hinter Charles, der es bisher auf 5 Punkte gebracht hat. Beide Haudegen unseres Vereins spielen eine sehr erfolgreiche Seniorenmeisterschaft. Warten wir ab, was die nächsten schweren Runden bringen.

Mehr Konzentration geht nicht

Mehr Konzentration geht nicht

Franz Schulze Bisping zieht weiter einsam seine Kreise. Auch Jürgen Delling konnte den Siegeszug des Neueinsteigers im Seniorenturnier nicht stoppen. Mit nunmehr 7.5/8 ist er ein mehr als ernstzunehmender Titelaspirant.

Kennen sie die Athener Variante?

Bald ist es wieder soweit. “Dinner for one” wird in vielen Kanälen über den Bildschirm gejagd. Dabei besitzen wir Schachspieler doch auch eine Fernsehproduktion mit Kultstatus. Der folgende “Auftritt” von Hape Kerkeling, übrigens ein echter “Recklinghäuser Jung”, stammt aus der Sendung “Darüber lacht die Welt”.  Für die Schacherstligisten des FC Bayern München schlüpfte er in die Rolle eines iranischen Großmeisters und spielte Simultanschach. Aber erst mit seinem Knopf im Ohr, den die deutsche Meisterin Elisabeth Pähtz als Übertragungsmedium nutzte, spielte Hape Kerkeling wirklich grossmeisterlich.
Legendär auch seine Sprüche während der Vorstellung:
“Sehen sie, der Herr da vorn spielt Caféschach, sie aber bitte nicht!”
“Die Dame hat eine halbspanische Deckung.”
“Kennen sie die Athener Variante? – Sollten sie spielen.”
“Dafür, dass ich nie Schach spiele, spiele ich gut Schach.”

 

Auch wenn Hape Kerkeling wieder einmal eindrucksvoll beweist, dass er in jede Rolle schlüpfen kann, verdienen seine Gegner den grössten Respekt. Dieser knapp 10-minütige Zusammenfassung ist sicherlich nur ein kleiner Ausschnitt einer langen Veranstaltung. Man kann sich vorstellen, wie ausdauernd Hape Kerkeling auf seine Gegner eingeredet haben wird, damit er genug Material zusammen bekommt. Und wenn man erst mal am Brett sitzt…..

Fabienne sorgt für eine Riesenüberraschung beim Weihnachtsturnier unserer Jugend

Fabienne ist gerade einmal 11 Jahre alt, kommt seit Ende August regelmässig zum Jugendtraining und ist die vollkommen verdiente Siegerin unseres Jahresabschlussturniers geworden. Mit viel Einsatz, der nötigen Portion Glück aber auch Können, liess sie alle anderen Teilnehmer hinter sich. Der Verein und natürlich auch der Jugendtrainer gratulieren zu dieser herausragenden Leistung.

Fabienne Silski gewinnt Weihnachtsturnier Jugend Schach Recklinghausen Süd

Fabienne gibt Gas

 

Vor Beginn des Turniers waren die drei Podiumsplätze praktisch schon vergeben. Zu gross schien die Übermacht unseres “Triumzockervirats” zu sein. Nico, Pascal und Phillip gingen als klare Favoriten in den Wettkampf, der diesmal aus 4 unterschiedlichen Wettbewerben pro Runde bestand. Neben Würfel- und Räuberschach, mussten noch Kartenmemos und Minipuzzles bewältigt werden.

Schon im Viertelfinale machte Fabienne auf sich aufmerksam, indem sie den favorisierten Nico mit 3:1 bezwang. Im Halbfinale kam es dann zum Kampf der Geschlechter. Die stark aufspielende Lea traf auf Fabienne, und die beiden Mitfavoriten Pascal und Phillip kreuzten im anderen Halbfinale die Klingen. Beide Matches waren enorm eng und endeten 2:2. So musste leider das Los entscheiden, weil die Zeit drängte (da werde ich nach einer anderen Lösung suchen). Im Finale kam es dann zum Showdown zwischen Pascal und Fabienne. Beide legten sich mächtig ins Zeug, und im letzten Spiel, dem Bilderpuzzle, bewies Fabienne die besseren Nerven. Nachdem im ersten Durchgang beide zeitgleich waren, baute sie ihr Bild im 2.Durchgang schneller zusammen. So gewann sie mit 3:1. Im kleinen Finale wurde Phillip seiner Favoritenrolle gerecht und belegte den 3.Platz. Aber auch Lea kann mit ihrem Platz zufrieden sein. Sie ist erst einige Wochen dabei – wer weiss, wie es im nächsten Turnier aussieht….