Wir drücken die Daumen

Freitag ist es wieder so weit. Die 5.Runde der Bezirkseinzelmeisterschaft steht auf dem Programm. Keine leichte Aufgabe für unsere Jungs, wirft man einen Blick auf die Gegner:

Die 5.Runde

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Eines ist klar. Jeder unserer Kämpen wird nicht nur die Ärmel hochkrempeln müssen. Thomas und Hardy können ihre Form für Sonntag testen, Peter und Andreas sind vor ihren schweren Partien schon Gewinner, Paul und Werner spielen Partien auf Augenhöhe, und unser Karl-Heinz……

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Ein kleiner Trost

Wer kennt das nicht? Man macht einen Zug und fragt sich hinterher, wie konnte das passieren? Ein klassischer Blackout, ein Aussetzer, den man einfach nicht erklären kann. In den letzten Wochen liegt eine Art Blackout-Fluch über unserem Verein. Andreas Berthy stellt im Endspiel zwei verbundene Freibauern ein, Hardy Wimber rennt in vollkommen gewonnener Stellung ins Selbstmatt, Werner Lange verwandelt in einem Zug einen Sieg zum Remis, Ralf Callenberg und Roland Mecklenburg lassen sich in besseren Stellungen völlig unnötig Matt setzen und Peter Rausch opfert einen Läufer, weil er den König auf einem anderen Feld wähnt……
Etwas Trost spenden da vielleicht die Blackouts der “Grossen”. Auch die sind nicht vor seltsamen Irrungen geschützt. Es gibt viele Beispiele, hier ein paar Highlights:

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Mannschaftsturniere des SBHV

Nun ist es amtlich. Was hinter vorgehaltener Hand schon seit längerem geflüstert wurde, hat nun den offiziellen Stempel des Bezirksspielleiters. Die Königsspringer aus Haltern und der einzige Verein in Wanne-Eickel “SV Unser Fritz” haben den Zuschlag für die Turniere bekommen. Leider wird der Viererpokal wieder an einem Abend gespielt, was nicht nur den Flair dieses Wettbewerbes stark beschneidet, sondern auch eine “artfremde” Zeiteinteilung mit sich bringt. Bei einer Bedenkzeit von 25 Minuten plus 10 Sekunden Bonus pro Zug werden eindeutig die Schnelldenker bevorzugt, während im Verband die normale Bedenkzeit gilt. Da der Dähne-Pokal im Bezirk mittlerweile auch an einem Tag gespielt wird, wäre es doch eigentlich eine logische Konsequenz, die Bezirkseinzelmeisterschaft ebenfalls als Schnellturnier anzubieten. Es gäbe Null Probleme mit vor- oder nachzuspielenden Partien, die persönliche Terminplanung wäre kolossal vereinfacht (wer da ist ist da; wer nicht da ist, muss halt ein Jahr warten) und die Turnierleitung wäre nach einem Tag erlöst. Sind doch super Voraussetzungen…..

So genug futurisiert…hier die Termine auf einen Blick:
Am 06.02. (ein Freitag) Viererpokal im Trigon in Haltern – Beginn zwischen 18 und 19 Uhr
Am 27.02. (ebenfalls ein Freitag) Blitzmannschaftsmeisterschaft im Pluto in Wanne-Eickel – Beginn um 19 Uhr

Bei Interesse meldet euch einfach bei unserem Spielleiter.

 

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Licht und Schatten bei der BEM

Rein statistisch gesehen war die 4.Runde der Bezirkseinzelmeisterschaft für unsere Jungs ein Erfolg. Lassen wir das vereinsinterne Duell zwischen Paul und Charles außen vor, waren Hardy, Andreas und Peter Außenseiter, Thomas leichter Favorit und Werners Partie völlig offen.  2.5/5 erzielte Punkte lesen sich da recht positiv. Schaut man sich jedoch die Partiern an…..da wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Hier erst einmal die Einzelergebnisse:
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Was gibt es zu den Partien zu sagen? Paul hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Er kam mit Charles Spiel überhaupt nicht klar und musste nach dem Verlust der Dame frühzeitig aufgeben. Auch Peter musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Natürlich sind 500 DWZ-Punkte Unterschied ein schier unüberwindbares Hindernis. Man sollte aber nicht nur auf Tausch spielen, denn gerade im Endspiel macht sich der Spielstärkeunterschied deutlich bemerkbar. Trotzdem eine gute Partie von Peter. Und wer weiß, hätte er etwas aktiver gespielt…..ein anderes Ergebnis wäre nicht undenkbar gewesen. Die dritte Verlustpartie spiegelt die Höhen und Tiefen einer Schachpartie wieder. Nachdem Hardys Gegner den Gewinn verpasste, konnte er das Spiel durch eine taktischen Schlag völlig drehen…..und rennt dann wie hypnotisiert ins Selbstmatt.
Andreas erreichte, nachdem er alle gegnerischen Angriffsversuche abgewehrt hatte, ein sehr angenehmes Endspiel. Sein Springer war dem Läufer klar überlegen. Leider unternahm er keine sicherlich realistischen Gewinnversuche, sondern hielt seinen König zurück, was dann natürlich unweigerlich in einem Remis endete.
Besser machten es Werner und Thomas. Gewohnt sicher spulte Werner seine Partie runter, nachdem er seinem Gegner die Qualle abgeknöpft hatte. Ein ganz souveräner Sieg ohne viel Schnickschnack. Thomas zog wieder mal alle Register. Er wehrte den überstürzten Angriff seines Gegners ab, was ihm eine Mehrfigur und den Sieg brachte.

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Der erwartet schwere Gegner

Selbst nach über zwei Monaten Pause war die unglückliche und völlig überflüssige Niederlage in Ickern noch immer nicht aus den Köpfen der Spieler unserer 1.Mannschaft. Wollten wir weiterhin um den Aufstieg in die Verbandsklasse ein Wörtchen mitreden, musste unbedingt ein Sieg gegen die Zweitvertretung von Unser Fritz her. Während wir zum ersten Mal in dieser Saison komplett antreten konnten, musste unser Gegner zwei Stammspieler ersetzen. Trotzdem entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf.

 

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Zu Beginn schien alles nach Plan zu verlaufen. Torsten und Roland brachten uns mit ihren Kurzpartien schnell 2:0 in Führung. Doch durch die Niederlage von Christian wurde es wieder spannend. Schaute man auf die restlichen Bretter war noch alles möglich. Dominador und Klaus hatten leicht Initiative, während Ralf, Hardy und Thomas, jeweils mit den schwarzen Steinen, noch hart um den Ausgleich kämpfen mussten. Klaus sah kein Weiterkommen, bot Remis an, was sein Gegner dankend annahm:  2.5 : 1:5

Dann kam die grosse Stunde von Dominador, der mit seinen Türmen in die gegnerische Stellung eindrang  und durch einen unwiderstehlichen Angriff Material und so die Partie gewann, was zudem das wichtige 3.5 : 1.5  bedeutete. Ein Blick auf die noch laufenden Partien machten Hoffnung. Zwar war Hardys Stellung nicht mehr den berühmten “‘Pfifferling” wert, dafür hatte Thomas sich befreit, zwei Bauern gewonnen und war klar auf der Siegerstrasse. Auch bei Ralf sah es vielversprechend aus. Und so kam es wie es kommen musste – na zumindest fast. Hardy verlor, Thomas gewann – nur Ralf konnte in Zeitnot nicht die gewinnbringende Abwicklung finden und einigte sich mit seinem Gegner kurz danach auf Remis.

Br.RNr.SV Recklinghausen Süd-RNr.SV Unser Fritz 25 : 3
11Callenberg, Ralf-10Nowicki, Heiko½ : ½
22Mecklenburg, Roland-11Dlouhy, Peter1 : 0
33Wimber, Hartmut-12Elsner, Mario0 : 1
44Parado, Dominador-13Gössling, Jürgen1 : 0
55Becker, Christian-14Koch, Till0 : 1
66Scheyka, Torsten-16Gudaci, Agim1 : 0
77Stahlhofen, Thomas-2001Pohl, Martin1 : 0
88Diebig, Klaus-19Deflieze, Ulrich½ : ½

Damit war der Mannschaftskampf 5:3 gewonnen. Ein hartes Stück Arbeit, alle Chancen offen gehalten – und das abschliessende Bier schmeckte einfach nur köstlich.

Fotos       Partien stehen jetzt Online

 

 

Auch Senioren können irren

In der 9.Runde der Seniorenmeisterschaft kam es zu zwei folgeschweren Aussetzern. Ausgerechnet unser Werner war eines dieser “Opfer”. In seiner Partie gegen Heinz Langenfeld konnte er sich nach 19 Zügen eine angenehme Stellung, mit leichtem Druck am Königsflügel, aufbauen.

Hier wäre 20.hxg5 der einzig logische und auch wohl richtige Zug gewesen. Weiss behält seine Initiative und kann in aller Ruhe seine Stellung verbessern. Stattdessen griff Werner zur Brechstange und schlug mit dem Läufer auf g5, weil er sich nach 20….f6 mit 21.Sg6 in Vorteil sah. Nach 21….hxg5 22.Sxf8 Dxf8 23.Sxg5 Sxg5 24.hxg5 Df3…

…musste er aber einsehen, dass seine Stellung eher einer Ruine glich. Werner kämpfte noch wie ein Löwe, musste Heinz Langenfeld aber nach 54 Zügen gratulieren.

Richtig schlimm erwischte es Jürgen Delling von der RSG. Nachdem er seinen Gegner Heinz Kwiatkowski vom Altstädter Schachclub völlig überspielt hatte, machte Jürgen es sich zu einfach.

Heinz Kwiatkowski zog in dieser Stellung schlitzohrig seinen König nach e7. Und prompt fiel Jürgen Delling auf die letzte Patrone von Weiss herein. Anstatt mit dem Turm auf c6 zu schlagen, was jede Gegenwehr sofort beenden würde, holte er sich auf d1 eine neue Dame. Sicherlich im Glauben, dass Weiss jetzt auch aufgeben wird. Leider hatte Jürgen vollkommen übersehen, dass der weisse Turm nun auf den Feldern a7,b7 und c7 Dauerschach geben kann. Ob Weiss jetzt ein Lächeln auf den Lippen hatte oder Schwarz einen roten Kopf bekam ist nicht überliefert worden. Wer sich jedoch geärgert und wer sich gefreut hat, sollte jedem klar sein.

Schwarz und Weiss

Die Seniorenmeisterschaft wird von einem tragischen Todesfall überschattet.

kreuz

Siegmund Kowolik ist, wie jetzt bekannt wurde, schon im Dezember gestorben. Ich war mehrere Jahre mit Sigmund zusammen in einem Verein. Er war ein ruhiger und introvertierter Mensch, der lieber am Schachbrett als am Stammtisch sass. Sigmund war immer ein Verfechter des lebhaften Schachs, seine Mimik und Gestik waren ein Spiegel seiner Seele. Er lebte Schach. Auch wenn er manchmal etwas brummbärig war, am Brett liess er nicht nur die Figuren, sondern auch die Puppen tanzen. Und nun ist er gegangen, wie er einst im Verein erschienen ist: plötzlich und unerwartet. Ich wünsche ihm auf seiner weiteren Reise noch viele Erfolge in Schwarz und Weiss.

Es wurden am Montag 6 Partien gespielt. Die Ergebnisse sind hier einzusehen.

Der Countdown läuft

Es ist wie es ist, und es bleibt wohl wie es immer war. Obwohl Freitag die 4.Runde der Bezirksmeisterschaft auf dem Programm steht, müssen nicht nur unsere 7 Teilnehmer weiterhin auf die Auslosung warten. Ein Grund dafür kann eigentlich nur die noch nicht beendeten Partien der 3.Runde sein. Nach über vier Wochen muss es schon gravierende Gründe geben, warum nicht gespielt wurde. Wobei es sich bei Gasper – Czarnik nach Informationen auf der Homepage des Schachbezirks Herne-Vest um eine Hängepartie handeln soll. Eine Hängepartie…das ist schon echt kurios. Zum einen passt das nicht zum Turniermodus, und Hängepartien gibt es offiziell schon seit ca. 1990 nicht mehr. Lassen wir uns halt überraschen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball. Schade ist natürlich , dass sich die Spieler so nicht vorbereiten können und nicht einmal wissen, ob der Gegner Freitag überhaupt anwesend ist…..

 

   Hi Südipus, ist die 4.Runde schon ausgelost?

Sorry, aber ich kann nicht mehr anders

 

Seniorenmeisterschaft Part Two

Erkenschwick is calling, oder anders ausgedrückt; nach einer kurzen Winterpause beginnt die zweite Hälfte der Seniorenmesterschaft. Die 9.Runde steht auf dem Programm, die dann auch das Bergfest einläutet. Unglaubliche 17 Runden werden in diesem Turnier gespielt, bis sich einer der Akteure Seniorenmeister nennen darf. Man kann es nicht oft genug betonen; allen Teilnehmern gilt bei dem engen Zeitrahmen höchste Anerkennung. Aber auch den Organisatoren Walter Breuckmann und Jürgen Delling muss man für ihre logistische Arbeit Respekt zollen.

Unsere beiden 17.Runden-Helden Karl-Heinz Bleich und Werner Lange spielen bisher ein sehr beachtliches Turnier. Mit 5 bzw. 4.5 Punkten liegen sie weit über Soll, wobei es Werner sogar gelungen ist, den haushohen Favoriten Alfred Kotlar zu besiegen, weil der ein ausgeglichenes Endspiel noch unbedingt gewinnen wollte. In der 9.Runde bekommen unsere Mitstreiter es knüppeldick serviert. Werner muss mit dem immer auf den König spähenden Heinz Langenfeld die Klingen kreuzen, während Charles es mit dem auf den kleinsten Fehler wartenden Walter Breuckmann zu tun bekommt. Wenn man bedenkt, dass unsere “Aussenseiter” gerade gegen stärkere Gegner einen guten Eindruck hinterliessen, ist vielleicht eine Überraschung drin – wir drücken auf jeden Fall die Daumen.

Tabelle und Paarungen der 9.Runde